Farben

In der Welt der Farben und Lacke unterscheidet man heute primär nach dem Verwendungszweck, der Basis (Bindemittel) und dem gewünschten Oberflächeneffekt.
 
1. Grundlegende Arten von Farben
  • Wand- und Deckenfarben: Meist Dispersionsfarben auf Wasserbasis. Sie sind atmungsaktiv, geruchsarm und trocknen schnell. Für Feuchträume wie Bäder nutzt man spezielles Schimmelschutz-Farben-Sortiment.
  • Silikatfarben (Mineralfarben): Sie gehen eine chemische Verbindung mit dem Untergrund ein (Verkieselung). Sie sind extrem langlebig und schimmelresistent, aber nur für mineralische Untergründe (Putz, Beton) geeignet.
  • Latexfarben: Besonders scheuerbeständig und wasserabweisend, ideal für Flure oder Treppenhäuser. 
 
2. Lacke für Oberflächen
Lacke bilden eine geschlossene, schützende Schicht auf Holz, Metall oder Kunststoff. 
  • Acryllacke (Wasserbasis): Umweltfreundlich, geruchsarm und vergilben kaum. Werkzeuge lassen sich einfach mit Wasser reinigen.
  • Alkydharzlacke (Lösemittelbasis): Bieten einen sehr glatten Verlauf und eine extrem harte Oberfläche. Sie werden oft im Außenbereich oder für stark beanspruchte Möbel genutzt.
  • Heizkörperlacke: Spezielle hitzebeständige Lacke, die bei Temperaturschwankungen nicht abblättern oder vergilben. 
 
3. Holzschutz: Lasur vs. Lack
  • Lasuren: Dringen tief in das Holz ein und lassen die Maserung sichtbar. Sie schützen vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung, ohne eine dicke Schicht zu bilden.
  • Holzlacke: Bilden eine deckende Schutzschicht, die das Holz komplett versiegelt.
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